FLUGAUSFALL

WENN DIE INNERE ANSPANNUNG STEIGT

Das Negativ-Hightlight auf der USA-Reise war für mich tatsächlich die Rückreise nach Hamburg. Die Nachrrichten haben schon zwei Wochen vor dem Abflug über Streiks bei SAS berichtet. Aber zu dem Zeitpunkt war ich noch voller Zuversicht, dass alles klappen würde. Die Tage vergingen wie im Flug, während wir uns New York angesehen haben. Da war in meinen Gedanken gar kein Platz für Flugausfälle. Nun könnt ihr euch das Ende natürlich schon denken. Es kam wie es kommen musste. Der erste Flug wurde gecancelt. Gut mal abwarten und einfach schlafen. Morgen wird sicher eine Lösung parat stehen.

Und so kam es, dass der Flug umgebucht wurde. Die Erleichterung war spürbar. Kurz bevor der Rückflug starten sollte, erreichte uns die Nachricht, dass der Flug um 2 Stunden verschoben werden sollte. Gut – alles positiv sehen – zumindest sind wir dann schon in Deutschland. Von da aus kommen wir schon irgendwie nach Hause. Der Anschlussflug wurde dann aber auch noch umgebucht, sodass wir von München nach Hamburg kommen sollten. Bei der Landung in München gab es wieder unerwartete Verzögerungen, denn durch das Chaos am Flughafen mussten wir noch 15 Minuten auf dem Rollfeld warten, ehe wir überhaupt aus dem Flugzeug aussteigen konnten.

Eine Stunde vor dem Abheben des letzten Fluges nach Hamburg, kam allerdings noch eine weitere Wende. Die Mutter der Pilotin war überraschend verstorben und nun mussten wir auf Ersatz warten. Erst war nicht klar wie lange das dauern sollte. Innerlich hatte ich mich auf einen längeren Aufenthalt auf der Sitzbank vor dem Gate eingestellt. Das Verständnis für so eine außergewöhnliche Verschiebung des Fluges war natürlich groß, bei allen Fluggästen. Aber dennoch, der lange Flug, der fehlende Schlaf und das Warten zerrten an den Nerven. Nach circa einer Stunde konnten wir in unseren Flieger einsteigen. Von da an war eigentlich alles egal und die ganze Aufregung vergessen.